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Wann ist Zeit für ein Rebranding?

So merkst du, dass deine Marke ein Rebranding braucht!

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Ungefähr anderthalb Jahre nach Gründung unserer eigenen Marke, haben wir uns für ein Rebranding entschieden. Doch was ist eigentlich ein Rebranding, warum haben wir das gemacht und warum war genau jetzt der richtige Zeitpunkt für uns gekommen? Und darüber hinaus: Wie kannst du das auf deine Marke übertragen und wann weißt du, dass auch für dich ein Rebranding gekommen ist? Diese Fragen bekommst du in diesem Blogeintrag beantwortet. Auf der einen Seite erfährst du allgemeine Gedanken zum Thema „Rebranding“, auf der anderen Seite bekommst du Einblick in ein Praxisbeispiel – nämlich unsere Marke und unser eigenes Rebranding.

Vorweg: Was ist denn überhaupt Branding?

Um zu klären, was eigentlich ein Rebranding ist, lass uns zunächst den wohl wichtigsten Teil des Wortes betrachten und die Frage klären, was denn überhaupt „Branding“ heißt. Beim Branding geht es um den gezielten Aufbau einer Marke. Dabei ist es ganz egal, wie groß diese Marke ist. Denn auch als Selbstständige*r ist es wichtig zu definieren, wie du als Personenmarke von der Außenwelt wahrgenommen werden möchtest und sollst. Dabei solltest du nämlich bedenken, dass du nicht nicht branden kannst. Sobald du mit deiner Marke aktiv wirst, wird sie von der Außenwelt wahrgenommen. Wenn du also kein Branding betreibst, dann hat das nur die Folge, dass du die Wahrnehmung nicht bewusst steuerst.
„Ohne ein bewusstes und strategisches Markenkonzept wird deine Marke zum Spielball der Gesellschaft.“
Bevor deine Marke sichtbar werden kann, solltest du dir also bewusst machen, wie sie wahrgenommen werden soll. Dieser Prozess wird als „Branding“ bezeichnet und drückt die Persönlichkeit deiner Marke aus. Grundlegend hierfür sind vor allem:
Darauf aufbauend zeigt es sich nach Außen zum Beispiel durch die folgenden Punkte:
Vor allem der letzte Punkt zeigt, dass der Prozess des Brandings nicht endet, wenn du deine Strategie definiert hast. Stattdessen nimmt alles, was du und deine Mitarbeitenden tun, Einfluss darauf, wie deine Marke wahrgenommen werden soll und fällt im weiteren Sinne der Definition unter den Begriff des Brandings. Insbesondere gilt dies für werteorientierte Marken. Schließlich ermöglichen Werte eine enge Bindung zu Kund*innden, allerdings müssen sich Marken auch an ihren Werten messen lassen. Wenn du beispielsweise für Nachhaltigkeit stehen möchtest, solltest du dies auch leben. Natürlich ist niemand perfekt und lebt komplett nachhaltig, eine langfristige Partnerschaft mit einem Ölkonzern solltest du allerdings zum Wohle deiner Marke – und unseres Planeten – nochmal überdenken.

Und was ist jetzt ein Rebranding?

Wie die Vorsilbe „Re-“ vermuten lässt, geht es hierbei um eine Erneuerung oder Wiederholung. Eben eine Erneuerung deines Brandings. Wenn du bereits ein Brandkonzept für deine Marke hast, kann es sich von Zeit zu Zeit anbieten, das Konzept neu zu schreiben und die gewünschte Wahrnehmung deiner Marke neu zu definieren. In welchem Umfang dies geschieht, ist komplett individuell. Abhängig ist dies von verschiedenen Faktoren, die sich zum Beispiel aus den folgenden Fragen ergeben:
So sind im Zuge eines Rebrandings viele verschiedene Möglichkeiten denkbar. Von kleineren Anpassungen bezüglich Schriftarten und Markenfarben bis hin zu einer komplett neuen Corporate Identity inklusive neu definierter Werte und einem neuen Logo ist alles möglich. Bei kleineren Anpassungen stößt du gegebenenfalls auch auf den Begriff „Brand Refresh“, sprich einer Auffrischung deiner Marke. Der Begriff „Rebranding“ ist allerdings – auch bei kleineren Anpassungen – deutlich geläufiger.

Wann ist Zeit für ein Rebranding?

Jetzt weißt du also, was ein (Re)Branding ist und warum es wichtig ist. So weit, so gut… doch brauche ich das jetzt auch für meine Marke oder wann ist es so weit? Bei Selbstständigen, Gründer*innen und Kleinunternehmer*innen kann es schnell zu dem Punkt kommen, dass sich ein Rebranding anbietet – genau wie bei uns, dazu dann aber später mehr. In der ersten Zeit der eigenen Marke tut sich in der Regel so unglaublich viel. Ganz genau wie bei einem Menschen, bei dem sich der Stil und der Charakter in jungen Jahren noch mehr formen als in späteren Lebensabschnitten. Natürlich solltest du – unabhängig von Größe und Alter deiner Marke – nicht alle paar Monate dein gesamtes Konzept anpassen. Schließlich ist Konsistenz einer der Schlüssel für eine erfolgreiche Marke. Dennoch hilft dir ein Rebranding von Zeit zu Zeit dabei, den nächsten Schritt mit deiner Marke zu gehen. Dass Zeit für ein Rebranding ist, kann dabei verschiedene Gründe haben. Drei der häufigsten Gründe schildern wir dir im Folgenden:

01| Dein Branding passt einfach nicht mehr.

Häufig fängt es mit einem Bauchgefühl an und verfestigt sich, wenn du rational und in Ruhe darüber nachdenkst. Zum Beispiel könnten die letzten Designanpassungen bereits einige Jahre her sein, wodurch dein Design veraltet ist. Auch haben sich dein Angebot oder deine Werte möglicherweise verändert, sodass sie nicht mit deinem aktuellen Branding harmonieren. Des Weiteren ist deine Marke vielleicht stark gewachsen, während das Branding immer noch einen provisorischen Eindruck macht und so wirkt als hättest du dich gerade erst selbstständig gemacht. Alles sind Gründe, warum dein Branding einfach nicht mehr zu dir und deiner Marke passt, sodass Zeit für ein Rebranding ist.

02| Dein Markenauftritt performt nicht.

Wie du eingangs erfahren hast, gibt es verschiedene Punkte, die du als Grundlage für dein Markenkonzept betrachten solltest. Hierzu zählt unter anderem deine Zielgruppe. Schließlich muss das Design vor allem deine Wunschkund*innen ansprechen, um sie von deiner Marke zu überzeugen. Selbst große Marken mussten jedoch bereits die Erfahrung machen, dass selbst das durchdachteste Markenkonzept manchmal nicht zum Erfolg führt. Wenn du keinen Erfolg mit deiner Marke hast, sollten einige Sachen auf den Prüfstand gestellt werden – unter anderem dein Branding. Insbesondere kurz nach der Gründung sind häufige Gründe, dass deine Marke keine klaren Werte besitzt oder dein Design entweder deine Zielgruppe nicht anspricht oder sich nicht vom Wettbewerb abhebt. Bevor du in diesem Fall weiterhin vergebens auf deine Wunschkund*innen wartest, solltest du vielleicht lieber über ein Rebranding nachdenken.

03| Du hast ein unklares oder chaotisches Markendesign.

Ein Punkt, den wohl (fast) alle Selbstständigen und Gründer*innen bestätigen können: Am Anfang der Selbstständigkeit ist häufig so viel zu tun, dass vieles weniger strategisch und strukturiert abläuft als es vielleicht gut wäre. Auch liegt der Fokus oft auf der Entwicklung der eigenen Produkte statt auf Branding und Marketing. Und wer sich dennoch um Branding und Marketing kümmert, probiert möglicherweise erstmal viele verschiedene Sachen aus, ohne immer auf die Einheitlichkeit zu achten. Darüber hinaus entsteht bei langjährigen Marken schnell Chaos, wenn im Zeitablauf verschiedene Menschen mit dem Design arbeiten. Das alles führt zu einem unklaren Markendesign mit verschiedenen Schriftarten, Logos, Elementen und Farben. Bevor es sich rächt und sowohl Mitarbeiter*innen als auch Kund*innen verwirrt sind, sollte ein Rebranding Klarheit schaffen.

Rebranding in der Praxis

So viel in der Theorie zu Branding, Rebranding und den Gründen dafür. So richtig spannend wird es doch erst beim Blick in die Praxis. Hierfür finden sich auch einige namhafte Unternehmen, die sogar große Neuausrichtungen durchgeführt haben. Wer sich mit nachhaltigen Start Ups auseinandersetzt, wird zum Beispiel schnell auf nucao stoßen. Der Anbieter von zuckerreduzierter, veganer und nachhaltiger Schokolade wählte 2022 eine große Veränderung der Produkte – raus aus der Nische und näher zum Mainstream. Verbunden war diese Umstrukturierung mit einem Rebranding, das kaum etwas ausgelassen hat. Ebenfalls für Süßigkeiten bekannt, jedoch noch mehr Mainstream und mit Sicherheit noch bekannter, ist der Kekshersteller Bahlsen. Vielleicht ist es dir in den Supermarktregalen sogar aufgefallen, denn auch Bahlsen entschied sich 2021 für ein Rebranding mit einem neuen und moderneren Verpackungsdesign. Ein aus Brandingsicht interessantes Beispiel, denn viele Designer*innen lobten die neuen Verpackungen. Doch wurde es zu einem Beweis für unsere weiter oben genannte These: „Selbst große Marken mussten jedoch bereits die Erfahrung machen, dass selbst das durchdachteste Markenkonzept manchmal nicht zum Erfolg führt.“ Da sich die – vorwiegend ältere Zielgruppe – offensichtlich weniger angesprochen fühlte und die durch das Rebranding erhoffte Gewinnung von ausreichend jüngeren Kund*innen ausblieb, wurde bereits zwei Jahre später das Ende dieses Designs und ein damit verbundenes neues Rebranding angekündigt.

Unser eigenes Rebranding bei Kaktus Marketing

Ein Rebranding, das – so ehrlich und bescheiden sind wir – für weniger Aufmerksamkeit gesorgt hat als das von nucao oder Bahlsen, ist unser eigenes. Im Februar 2022 haben wir uns zu zweit mit Kaktus Marketing selbstständig gemacht. Zu diesem Zeitpunkt waren wir beide noch mitten in unserem Masterstudium in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bielefeld. Doch der Moment fühlte sich bereits richtig an, sodass wir diesen Schritt gehen wollten. Wie bei vielen zu Beginn der Selbstständigkeit, hieß das allerdings auch bei uns, dass einiges nur nebenher lief. So wuchs auch unsere eigene Marke eher mit der Zeit – unsere Werte, unsere Strategie und auch unser eigenes Design. Statt in stundenlangen Marketingrunden und Workshops Konzepte für unsere Marke auszuarbeiten, entstanden viele Ideen abends auf dem Sofa als eine*r von uns beiden sagte: „Du… ich habe da eine Idee!“ So ergab sich nach wenigen Wochen unser erstes Brandboard mit unseren Farben, unseren Schriftarten sowie unserer Bildwelt.
Altes Brandboard von Kaktus Marketing

Weitere Designelemente, Vorlagen für Instagram sowie eine ganz grobe Website entstanden im weiteren Zeitablauf. Für den Punkt, an dem wir zu diesem Zeitpunkt standen, war das meiste für uns auch vollkommen in Ordnung. Doch je mehr Zeit verging, je mehr wir wuchsen und je näher das Studienende rückte, umso größer wurde das Bauchgefühl, dass es einfach nicht mehr passt.

Aus diesem Grund haben wir uns viele Gedanken gemacht und uns schlussendlich auch bewusst Zeit für stundenlange Meetings und Workshops genommen, in denen wir das Konzept für unser Rebranding gemeinsam ausgearbeitet haben. Wir haben für uns eine Strategie entwickelt und definiert, welche Produkte und Dienstleistungen wir anbieten möchten. Darüber hinaus haben wir uns überlegt, wer wir als Marke sein wollen, für was wir stehen möchten und wie sich das in unserem Branding, Marketing und Design ausdrücken kann und soll.

Dabei kamen wir zu dem Entschluss, dass wir mit Kaktus natürlich grün bleiben – im doppelten Sinne. Doch anders als zuvor sollten unsere Farben mehr Kraft sowie farbige Akzente bekommen. Denn wir möchten auch bunt sein – und zwar auch das im doppelten Sinne. Da sich Kaktus Marketing als Personenmarke durch uns als Menschen ausdrückt, muss es auch zu uns und unserem Charakter passen. Da wir beide auch nicht so ganz wild, laut und bunt sind, hieß es schlussendlich für uns: „Bunt, aber nicht richtig bunt und laut, aber nicht richtig laut!“ Daraus entstanden sind unsere Werte „sozial – nachhaltig – engagiert“. Diese drücken sich farblich in einem dunkleren und stärkeren sowie einem knalligen Grün aus. Hinzu kommt ein fliederfarbender Ton für farbliche Akzente.

Neues Brandboard von Kaktus Marketing

Fazit: Rebranding in Theorie und Praxis

Es gibt viele gute Gründe für ein Rebranding. Auch wenn ein Rebranding natürlich nicht allzu häufig stattfinden sollte, darfst du keine Angst haben, dass du damit deinen bisherigen Markenauftritt zerstörst. Stattdessen sieh es als nächsten Entwicklungsschritt, damit kein Stillstand bei deiner Marke herrscht. Da wir das ganze erst gerade selbst für unsere eigene Marke durchhaben können wir auch ganz ehrlich aus erster Hand betonen, wie viel Spaß der ganze Rebrandingprozess machen kann, da du endlich Klarheit gewinnst. Und noch mehr Spaß wird es anschließend machen mit dieser Klarheit und dem neuen Design zu arbeiten.

PS (vom 29. März 2024): Wie dir durch das Design unserer Website vielleicht auffällt, hat sich seit dem der Beitrag im Juni 2023 geschrieben wurde, erneut einiges getan. Das Design wurde weiterentwickelt, ein professionelles und durchdachtes Logo erstellt und aus Kaktus Marketing wurde Social Kaktus. Wieso? Kurz gesagt war nochmal Zeit für den nächsten Schritt. Die lange Antwort kannst du den Gründen für ein Rebranding in diesem Blog-Beitrag entnehmen. Wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest, schreibe uns einfach eine Nachricht. 😉

Foto von Hannah Bethke und Luis Seidel während sie auf einen Laptop schauen.

Hi, wir sind
Hannah & Luis!

Kreative Strateg*innen, Fußball-Fans, sozial und nachhaltig engagiert, wohnen am Niederrhein, seit 2017 ein Paar, seit 2022 zusammen selbstständig und wir lieben es Visionen zu authentischen Marken zu machen.

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